Apfelprojekt in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Rhön

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Am Mittwoch, den 07.10.2015 trafen sich die Klassen G1 Flex, G2 Flex und G2 um 8.00 Uhr auf dem Pausenhof der Anne- Frank- Schule. Die nächsten zwei Tage sollten dem Thema Apfel gewidmet werden. Im Erzählkreis wurden zunächst Wörter zum Apfel gesammelt. Viele Kinder hatten zuhause im Garten einen Apfelbaum voller Äpfel und auch die Apfelbäume im Schulgarten waren voll mit roten Äpfeln. Anschließend wurde gemeinsam das Apfellied gesungen und ein Apfelreim eingeübt. Das Lied und der Reim sollte unser Einstiegs- und Abschlussritual werden. Anschließend ging es in die Klassen.

Dort waren bereits zehn unterschiedliche Stationen rund um den Apfel aufgebaut. Doch zunächst fand die Gruppeneinteilung in altersgemischte Gruppen statt. Dann ging die Arbeit in den Teams los: Jede Gruppe startete an einer Station und durfte nach sieben Minuten zur nächsten Station wechseln.

An den Stationen mussten unterschiedliche Aufgaben bewältigt werden:

Apfelwörter wurden geschrieben oder gedruckt, ein Geschmackstest wurde durchgeführt, Äpfel sollten am Geruch erkannt werden, ein Apfelmemory wurde von allen Kindern erfolgreich gelöst, Äpfel wurden mit der Lupe untersucht, der Querschnitt eines Apfels wurde gezeichnet und vieles mehr… Außerdem wurden schöne Bilder gemalt und ein Apfelmobile gebastelt.

So verging der Schulvormittag wie im Flug.

Alle Kinder waren begeistert und hatten viel Spaß, ganz besonders am Apfelgeschmackstest.

Am Donnerstag, den 08.10.2015, nach einem gemeinsamen Beginn mit Apfellied und Apfelreim, pflückten wir nun die Äpfel aus dem Schulgarten. Eine Gruppe füllte eine große Kiste nach der anderen mit roten Äpfeln und die andere Gruppe machte sich daran die Äpfel in der Küche zu waschen und von Blättern und Stielen zu befreien.

Um halb 10 Uhr besuchte uns dann Hubert Stumpf vom Biosphärenreservat Rhön. Er hatte seinen Bus mit schweren Geräten zum Pressen der Äpfel vollgeladen. Zuerst machten wir uns bekannt und Herr Stumpf hat uns wichtige Sachen zum Apfel erzählt: zum Beispiel gibt es in der Rhön über 400 verschiedene Apfelsorten. Nach unserem Stationslauf zum Apfel konnten wir ihm auch schon viele Fragen beantworten. Dann konnte es losgehen:

Die Kinder warfen die Äpfel in den Muser. Der Muser muss mit einer Kurbel angedreht werden und zermalmt dann die Äpfel zwischen Zahnrädern. Unten kommt dann ein ziemlicher „Apfelmatsch“ heraus. Die Kinder drehten kräftig an der Kurbel, ohne dass ihnen die Puste ausging. Der Apfelmatsch wurde nun von uns in einen kleinen Holzbottich, der mit einem Stoffsack ausgekleidet war, gedrückt. Darauf wurden 5 Holzscheiben gelegt und diese wurden dann mit einer dicken Schraube und einem großen Propeller aus 4 langen Stangen heruntergedrückt. Jede Stange musste von zwei Kindern im Kreis angeschoben werden, bis die Holzscheiben den Apfelmatsch so richtig fest zusammengepresst hatten. Unten aus der Apfelpresse lief schon ganz schön viel frischer Apfelsaft heraus.

Schnell war eine große Schüssel mit Apfelsaft voll. Der frisch gepresste Apfelsaft wurde durch ein Sieb geschüttet und so gefiltert, da noch einige Apfelstückchen im Saft schwammen. Der Saft konnte daraufhin in Flaschen abgefüllt werden. Das Pressen musste viele Male in Portionen durchgeführt werden. Während die eine Gruppe fleißig die Äpfel zu Apfelsaft verarbeiten, war die andere Gruppe in der Küche am Werk. Hier wurde Apfelkuchen und Apfel Muffins gebacken. Nachdem alle Äpfel verarbeitet waren, probierten wir den frisch gepressten Apfelsaft und den Apfelkuchen. Der Apfelsaft sah bräunlich aus und schmeckte sehr lecker und süßlich. Auch der Apfelkuchen war köstlich. Die ausgepressten Apfelstückchen nahm Herr Stumpf mit, denn diese werden an Schweine oder an Wildtiere im Wald verfüttert.

Zum Abschluss des Schultages mussten wir alle Geräte mit Wasser säubern und aufräumen. Auch dieser Schultag war spannend.

Am Donnerstagnachmittag fand dann die Koch- AG unter der Leitung von Ute Krenzer statt. Der am Vormittag hergestellte und reichlich vorhandene Apfelsaft sollte nun weiter verarbeitet werden. Hierzu hatte Frau Krenzer ihre Einweckmaschine mitgebracht. So konnte der frische Apfelsaft haltbar gemacht werden. Außerdem wurde Apfelgelee hergestellt.

Zunächst wurden Marmeladengläser heiß ausgespült, dann wurde der Apfelsaft mit Gelierzucker aufgekocht und mit Zimt und Vanillezucker abgeschmeckt. Dann wurde alles in die Gläser abgefüllt…

… und fertig!